Stell dir vor es ist Sozialismus und keiner geht weg

Konzeption und Leitung des Projektsemesterseminars: „Also träumen wir mit hellwacher Vernunft: Stell dir vor es ist Sozialismus und keiner geht weg“ (Zitat Christa Wolf), 2021 an der Uni Hildesheim, Coleitung: Miriam Schmidt

„Ich würde von revolutionärer Erneuerung sprechen. Revolutionen gehen von unten aus. „Unten“ und „oben“ wechseln ihre Plätze in dem Wertesystem und dieser Wechsel stellt die sozialistische Gesellschaft vom Kopf auf die Füße.“
 
Auszug aus der Rede von Christa Wolf am 04.11.89 während der Demo auf dem Alexanderplatz Berlin
 
Die Menschen in der DDR wollten Reformen, oder? Und was erwarteten die Menschen in der BRD?
Am 09.11.89 öffneten sich die Grenzen, DDR und BRD Bürger*innen begegneten sich ohne zu wissen, was passieren wird. Was haben die Menschen gedacht, was haben sie sich gewünscht, was haben sie erwartet von dieser Zwischenzeit? Welche Auswirkung hatte der Zusammensturz eines ganzen Landes und einer ganzen Utopie auf die darin lebenden Menschen? Was sind prägnante Erinnerungen an diese Zeit? Und welche Auswirkungen hat das auf unsere gegenwärtigen gesellschaftlichen Zustände?
 
In diesem Seminar beschäftigten wir uns, unter Hinzuziehung performativer, sowie biographisch-dokumentarischer Theaterpraxen, mit den Auswirkungen der sogenannten Wende und Wiedervereinigung.
Entstanden sind dabei 8 künstlerische Arbeiten der teilnehmenden Studierenden, die während der Präsentationswoche im Juli 2021 auf der Domäne Marienburg gezeigt wurden.